1. Balkonpflanzen sollte man immer nach Sonne, Halbschatten oder Schatten auswählen, statt nur nach Optik zu kaufen.
2. Am besten gießt man Balkonpflanzen morgens. So verdunstet weniger Wasser.
3. Balkonkästen sollten nicht zu dicht bepflanzt werden, damit sich die Pflanzen schön entwickeln können.
4. Große Töpfe halten länger feuchter als kleine.
5. Helle Töpfe schützen Wurzeln besser vor Hitzestress.
6. Im Winter nicht vergessen zu gießen – aber deutlich sparsamer.
7. Der ideale Zeitraum zum Düngen ist von April bis September.
8. Im Herbst sollte man den Pflanzen keine neuen Nährstoffe mehr geben: Wer Kübelpflanzen zu spät düngt, treibt frostempfindliches Wachstum an.
9. Ohne Abflusslöcher in Topf und Kübel droht Staunässe.
10. Ein Drainagevlies trennt Erde und Drainage sauber. So lässt sich die Drainageschicht mehrfach nutzen.
11. Bimsstein ist als Drainage eine nachhaltige Alternative zu Blähton.
12. Neue Balkonpflanzen sollten zeitnah in frische Erde eingesetzt werden. Angebotsware wird oft in sehr nährstoffarmer Universalerde verkauft, die für den kurzfristigen Gebrauch gedacht ist.
13. Torffreie Erde ist besser für die Umwelt.
14. Einpflanzen leicht gemacht: Statt die Erde direkt in den Balkonkasten zu füllen, kann man zunächst die leeren Plastiktöpfe, in denen die Pflanzen verkauft wurden, an die gewünschten Stellen in den Kasten stellen. Dann füllt man die Erde rundherum ein. Anschließend nimmt man die Plastiktöpfe wieder heraus und erhält so passende Löcher, in die die Pflanzen eingesetzt werden können.
15. Beim Umtopfen sollte man die frische Erde vorsichtig andrücken, dabei aber nicht zu stark verdichten – so können die Wurzeln weiterhin gut atmen und wachsen.
16. Nach dem Umtopfen sollte man die Pflanzen kräftig gießen.
17. Ziergräser sollte man im Frühjahr bodennah zurückschneiden.
18. Der Rückschnitt von Ziergräsern kann als Mulch wieder in den Kübel.
19. Brennnessel- oder Beinwelljauche ist ein natürlicher Flüssigdünger.
20. Kaffeesatz nach dem Frühstück nicht wegschmeißen, sondern als Dünger verwenden, er eignet sich z.B. für Heidelbeerpflanzen, Rhododendron und Hortensien.
21. Obstbäume sollten im März oder April an einem frostfreien Tag zurückgeschnitten werden.
22. Hortensien lieber erst im Frühjahr zurückschneiden statt bereits im Herbst.
23. Lavendel wird zwei Mal im Jahr geschnitten: Im Frühjahr und direkt nach der ersten Blüte.
24. Lavendel sollte im Herbst nicht mehr gedüngt werden.
25. Viele Pflanzen lassen sich am besten von unten gießen.
26. Eukalyptus darf für einen buschigen Wuchs ruhig kräftig zurückgeschnitten werden.
27. Im Frühling ist der perfekte Zeitpunkt, um Zitrusbäumchen zurückzuschneiden und in Form zu bringen.
28. Waldmeister ist ein toller Bodendecker im Garten.
29. Bauernhortensien nicht zu tief schneiden – sie blühen am Holz vom Vorjahr.
30. Verblühtes regelmäßig zu entfernen, verlängert die Blüte der Pflanze.
31. Blattunterseiten sollten regelmäßig kontrolliert werden, um Schädlinge zu erkennen, bevor sie sich ausbreiten.
32. Bei Befall sind Nützlinge eine gute, ökologische Alternative zur Chemiekeule.
33. Gegen Mücken helfen Balkonpflanzen mit ätherischen Ölen, wie z.B.: Eukalyptus, Katzenminze, Lavendel oder Rosmarin.
34. Bei leichtem Mehltaubefall hilft das Besprühen mit einem DIY-Gemisch aus Rohmilch (100 ml) und Wasser (800 ml).
35. Blattläuse lassen sich oft einfach abspritzen oder mit der Hand absammeln.
36. Gegen Schnecken in Balkonkästen helfen Kupferbänder rings um den Topf.
37. Wollläuse bekämpft man mit Reinigungsalkohol, den man mit einem Wattestäbchen direkt auf die befallenen Stellen aufträgt. Im Anschluss kann man die gesamte Pflanze noch mit einem Gemisch aus Wasser, Reinigungsalkohol und Neemöl besprühen.
38. Ameisen an Pfingstrosenblüten sind in der Regel harmlos und schaden der Blüte nicht.
39. Neben heimischen Blühpflanzen machen ein Insektenhotel und eine kleine Wasserschale für Vögel aus dem Balkon ein kleines Stadtökosystem.
40. Pflegeleichte Balkonpflanzen, die keinen grünen Daumen benötigen: Günsel, Pfennigkraut, Schneeheide, Purpurglöckchen.
41. Pflanzen für einen schattigen Balkon: Fuchsien, Purpurglöckchen und Tüpfelfarn.
42. Trockenresistente Pflanzen, die seltener gegossen werden müssen: Elfenblume, Waldflammenblume, Taubnessel.
43. Insektenfreundliche Pflanzen: Strand-Grasnelke, großblütiges Fingerkraut.
44. Schneeheide, Zierkohl oder Silberglöckchen bringen Farbe und Struktur auf den Balkon – auch dann, wenn sonst wenig blüht.
45. Spalierbäume können als natürlicher Sichtschutz dienen.
46. Mehrjährige Blumen für langes Pflanzenglück: Mittagsblume, Bougainvillea, Astern.
47. Balkonpflanzen im Kasten oder Kübel sollten alle 2–3 Jahre komplett umgetopft werden, statt immer nur die oberste Erdschicht aufzufüllen.
48. Diese Pflanzen blühen den ganzen Sommer: spanisches Gänseblümchen und Petunien.
49. Begonien bringen zuverlässig Farbe auf den Balkon.
50. Wer sein Balkondach begrünen möchte, kann Grasnelke, Fetthenne oder Feldthymian pflanzen.
51. Bei Temperaturen über 35 Grad sollte man die Balkonpflanzen vorübergehend in den Schatten stellen – selbst Sonnenhungrige, wie z.B. Pelargonien, brauchen bei solcher Hitze eine kurze Mittagspause.
52. Balkonpflanzen sollten vor Dauerregen geschützt werden, indem man sie bei starkem Regenfall kurzzeitig schräg stellt oder einen kleinen Regenschutz nutzt.
53. Wenn die Erde mal schimmelt, kann man eine dünne Schicht feinen Sand auf der Erde verteilen. Vorher die schimmelige Erde entfernen!
54. Nutzen Sie ausgediente Teesiebe oder Kaffeesiebe als Wasserfilter im Balkontopf – anstatt das Entwässerungsloch zu verstopfen, halten sie grobe Erde zurück.
55. Wenige, gute Pflanzensorten wirken oft besser als zu viel Mischmasch auf dem Balkon.
56. Der Blättersaft der Fetthenne kann bei Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen auf die Haut aufgetragen werden.
57. Braune Ränder an der Strelitzie dürfen vorsichtig mit der Schere abgeschnitten werden.
58. Efeutute, Bogenhanf und Grünlilie filtern Schadstoffe aus der Luft und sorgen für ein angenehmes Raumklima.
59. Erdbeeren in Hängeampeln sind schwerer erreichbar für Schnecken.
60. Heidelbeeren lieben den Topf und saure Erde und tragen viele Früchte, auch als Balkonpflanze.
61. Kräuter wie Thymian, Oregano und Salbei lieben es sonnig.
62. Basilikum dagegen bevorzugt es halbschattig und windgeschützt.
63. Mehrere Sorten Basilikum nebeneinanderpflanzen verlängert die Ernte und bringt mehr Geschmack. Zum Beispiel ein Mix aus Strauch-, Thai- und Zitronenbasilikum.
64. Minze sollten Sie immer in einem eigenen Topf halten, weil sie sich sonst im Kasten schnell durchsetzt und andere Pflanzen verdrängt.
65. Schnittlauch und Petersilie nicht zusammenpflanzen – sie vertragen sich nicht.
66. Mini-Kiwis und Säulenäpfel sind spannende, ertragreiche Obst-Sorten für kleine Balkone.
67. Rote Beete, Mangold und Pflücksalat wachsen auch in kleineren Kästen und liefern laufend frisches Grün.
68. Radieschen eignen sich perfekt für kleine Aussaatfenster, weil sie schnell keimen und schon nach wenigen Wochen geerntet werden können.
69. Küchenreste wie Karotten- oder Lauchwurzeln können Sie zum Keimen nehmen. Aus dem Küchenabfall lassen sich neue Pflanzen ziehen.
70. Für maximale Artenvielfalt können Sie Mischkulturen setzen, z.B. Tomaten mit Basilikum oder Erdbeeren mit Knoblauch – sie fördern sich gegenseitig.
71. Essbare Blüten wie Kapuzinerkresse oder Ringelblume bringen nicht nur Farbe, sondern auch einen würzigen Akzent auf den Teller.
72. Tomaten gedeihen nur wenn sie genug Sonne bekommen.
73. Bei Arbeiten mit Tomatenpflanzen sollten Sie Handschuhe tragen – ihr Pflanzensaft kann bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen.
74. Snack-Tomaten im Kübel brauchen eine Stütze, damit Fruchttriebe nicht abbrechen und die Pflanze luftig bleibt.
75. Bei Gemüse im Topf muss regelmäßig nachgedüngt werden, da Nährstoffe im Kübel schneller verbraucht werden als im Beet.
76. Die Topferde für Gemüse sollte jedes Jahr erneuert oder aufgefrischt werden, damit die Pflanzen genug Nährstoffe für die Saison haben.
77. Samen in Etappen aussäen, damit nicht alles gleichzeitig reif wird und man länger ernten kann.
78. Kräuter und Gemüse sollten Sie vor Wind schützen, da starker Wind die Blätter austrocknet und das Wachstum bremst.
79. Ein Kräuterturm aus gestapelten Töpfen sieht dekorativ aus, spart Platz und ermöglicht verschiedene Erdmischungen für unterschiedliche Kräuter auf engstem Raum.
80. Aus den Blättern des Olivenbäumchens lässt sich ein Olivenbaumtee herstellen, der bei Verdauungsproblemen helfen kann.
81. Töpfe aus Terracotta: ihr natürlicher Ton bringt Urlaubsambiente und passt perfekt zu Kräutern und Zitruspflanzen.
82. Zimmerpflanzen sollten Sie regelmäßig abstauben – saubere Blätter können mehr Licht aufnehmen und besser wachsen.
83. Zimmerpflanzen sollten Sie alle paar Wochen leicht drehen, damit sie nicht einseitig zum Fenster wachsen.
84. Gegen Trauermücken an Zimmerpflanzen helfen neben Gelbkarten und Neemöl auch Feuerhölzer, die Sie mit dem Kopf in die Erde stecken. Der Netzschwefel in den Streichholzköpfen hilft die Larven in der Erde zu bekämpfen.
85. Neue Pflanzen sollten Sie am Anfang separat hinstellen. Falls an den neuen Pflanzen Schädlinge oder Krankheiten haften, übertragen sie sich so nicht direkt auf die anderen.
86. Zimmerpflanzen sollten Sie im Frühjahr umtopfen, wenn sie wieder aktiv wachsen und neue Wurzeln bilden.
87. Monsterapflanzen brauchen eine Rankhilfe, damit sie größere, stabilere Blätter bilden.
88. Orchideen sollten Sie lieber in spezielles Orchideensubstrat setzen, nicht in normale Blumenerde.
89. Kakteen und Sukkulenten brauchen im Winter fast kein Wasser. Zu viel Nässe ist für sie viel gefährlicher als Trockenheit.
90. Palmen brauchen gute Luftzirkulation. Bei dauerhafter Schwüle und wenig Luftzug drohen Pilze und Blattflecken.
91. Ein Zimmer mit mehreren Pflanzen schafft ein kleines Mikroklima, das die Luftfeuchtigkeit leicht erhöht und viele Pflanzen entspannter macht.
92. Zimmerpflanzen sollten nie direkt auf die Heizung gestellt werden. Die trockene Warmluft schadet den Wurzeln und lässt Blätter schnell braun werden.
93. Bei längerer Abwesenheit ein Handtuch oder einen mit Küchenrolle umwickelten Wollfaden in ein Gefäß mit Wasser tränken, das andere Ende in den Topf legen. So funktioniert eine einfache Dochtbewässerung.
94. Tontöpfe kann man im Winter mit Vlies oder altem Stoff umwickeln – so platzen sie bei Frost seltener.
95. Wer wenig Zeit hat: Bewässerungsautomaten mit Zeitschaltuhr retten zuverlässig Urlaub und Alltag. Es gibt sie bereits ab 15 €.
96. Alte Holzpaletten lassen sich einfach zu vertikalen Pflanzwänden umbauen – perfekt für kleine Balkone, die wenig Bodenfläche haben.
97. Im Frühjahr lohnt sich ein Blick in die Nachbarschaft oder lokale Tauschgruppen: Viele Hobbygärtner teilen Stecklinge und Ableger kostenlos – so startet man günstig in die Saison.
98. Regenwasser sammeln und zum Gießen nutzen: Pflanzen lieben weiches Wasser ohne Kalk – und die Wasserrechnung sinkt spürbar.
99. Zwiebeln von Frühlingsblühern wie Tulpen oder Narzissen sollte man schon im Herbst in Töpfe setzen und kühl überwintern. So startet der Balkon im März bereits in Farbe.
100. Ein „Pflanzentagebuch" führen: Wann wurde was gepflanzt, gedüngt, geschnitten? Nach einer Saison zeigt sich schnell, was auf dem eigenen Balkon wirklich funktioniert.
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